Beim Schlammbohren werden Chemikalien verwendet ist eine häufig gestellte Frage. Bohrschlamm bzw. Bohrflüssigkeit ist für den Bohrvorgang unerlässlich. Ob bei der Öl- und Gasexploration, beim Bohren von Wasserbrunnen oder bei anderen Bohrlochprojekten: Bohrschlamm spielt mehrere wichtige Rollen, darunter die Schmierung und Kühlung des Bohrmeißels, die Stabilisierung der Bohrlochwände und den Transport von Bohrklein an die Oberfläche. Um diese Funktionen zu optimieren, werden dem Schlamm verschiedene Chemikalien zugesetzt. In diesem Artikel befassen wir uns mit den primären Chemikalien, die beim Schlammbohren verwendet werden, und mit ihren Zwecken.
1.Beschwerungsmittel:
Baryt (Bariumsulfat): Eines der häufigsten Als Beschwerungsmittel erhöht Baryt die Dichte des Schlamms, um dem entgegenzuwirken Hochdruckzonen, die beim Bohren auftreten.
2. Viskosifizierungsmittel:
Bentonit: Bentonit ist ein natürlich vorkommender Ton und ein primärer Viskositätserhöher in Schlämmen auf Wasserbasis.
Xanthangummi: Diese Verbindung ist ein Polysaccharid und erhöht die Viskosität in Schlämmen auf Wasserbasis.
Polyanionische Cellulose (PAC) und Carboxymethylcellulose (CMC): Diese Cellulosederivate verbessern die Viskosität und Filtrationseigenschaften des Schlamms.
3. Mittel zur Flüssigkeitsverlustkontrolle:
Stärke: Stärke wird hauptsächlich in wasserbasierten Schlämmen verwendet und trägt dazu bei, den Verlust von Bohrflüssigkeiten in die Formationen zu reduzieren.
Lignosulfonate: Diese Verbindungen modifizieren den Schlamm chemisch, um Flüssigkeitsverlust zu verhindern.
4. Schmierstoffe:
Öl: In ölbasierten Schlämmen fungiert das Öl selbst als primäres Schmiermittel.
Graphit: Graphit ist ein fester Schmierstoff und reduziert das Drehmoment und den Widerstand in Bohrlöchern mit hohem Winkel und in horizontaler Richtung.
Polyglykole: Dies sind synthetische Schmierstoffe, die häufig in wasserbasierten Systemen verwendet werden, um Drehmoment und Widerstand zu reduzieren.
5. Mittel zur Kontrolle des pH-Werts und der Alkalinität:
Kalk (Calciumhydroxid): Wird häufig zur Aufrechterhaltung der Alkalität und zur Reaktion mit sauren Verunreinigungen verwendet.
Soda (Natriumcarbonat): Hilft bei der Regulierung des pH-Werts und der Ausfällung von löslichem Kalzium.
6. Verlorene Umlaufmaterialien:
Zellulosefasern, Glimmer und Zellophan: Diese Materialien verstopfen und verschließen Brüche oder große Poren in der Formation, um den Verlust von Schlamm zu verhindern.
7. Dispergiermittel und Entflockungsmittel:
Braunkohle und Ligninsulfonate: Diese Verbindungen verhindern das Verklumpen fester Partikel und sorgen für glatte, flüssige Eigenschaften.
8. Korrosionsinhibitoren:
Zink und Zinkoxid: Diese Verbindungen verhindern Korrosion des Bohrstrangs und anderer Geräte.
Amine: Wird häufig Schlammsystemen zugesetzt, um die korrosiven Wirkungen von Schwefelwasserstoff zu neutralisieren, die in manchen Bohrsituationen auftreten.
9. Biozide:
Glutaraldehyd und quartäre Ammoniumverbindungen: Diese Chemikalien hemmen das Wachstum von Bakterien, die schädliche Gase produzieren und die Eigenschaften des Bohrschlamms beeinträchtigen können.
10. Emulgatoren und Netzmittel:
Fettsäuren und Salze organischer Säuren: Diese Verbindungen sorgen für eine stabile Emulsion in ölbasierten Schlämmen.